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Wealth Management: Monatlicher Marktrückblick

März 2021

Victor Balfour und Charlie Hines, Wealth Management

Rückblick: Anleiherenditen steigen weiter; synchrones Wachstum 

Globale Aktien verzeichneten im März einen Zuwachs von 2,7% (in USD), während globale Staatsanleihen um 0.2% (in USD) fielen. Zu den marktrelevanten Ereignissen gehörten:

  • Aktien zeigten sich vom weiteren Anstieg der Anleiherenditen unbeeindruckt.
  • US COVID-Rettungspaket verabschiedet; Biden plant 2 Bio. USD Infrastrukturpaket.
  • Zentralbanken bleiben expansiv; vorausschauende Konjunkturdaten bleiben positiv.

Die starke wirtschaftliche Erholung führte im März zu Kursgewinnen an den Aktien-märkten, trotz eines Anstiegs der Corona-Infektionszahlen. Die US-Zinsstrukturkurve wurde steiler, da die Renditen langlaufender Staatsanleihen stiegen - bei 10-jähriger Laufzeit im Hoch auf über 1,7%, angetrieben von höheren Inflationserwartungen und Real¬renditen. Die Aktienmärkte zeigten sich sowohl vom Renditeanstieg als auch von der Pleite des Hedgefonds Archegos unbeeindruckt. Gold blieb stabil, der Ölpreis gab nach.

USA: Starke Konjunkturdaten; großer Fiskalstimulus; Fed bleibt expansiv

Trotz des Kälteeinbruchs im Februar setzte sich der Aufschwung der US-Wirtschaft fort. Die Zahl der Arbeitsplätze ist gewachsen und die Arbeitslosigkeit gesunken. Auch die ISM Firmenumfrage für das verarbeitende Gewerbe ist im März weiter gestiegen. Das Corona-Impfprogramm wurde beschleunigt, sodass 90% der Erwachsenen bis Ende April eine Impfung erhalten sollen. Unterdessen revidierte die US-Notenbank Fed ihre Wachstums¬prognose für 2021 von 4,2% auf 6,5%. Die Fed bleibt fest entschlossen, die Zinsen niedrig zu halten, und Fed-Präsident Powell bekräftigte, dass ein vorübergehender Anstieg der Inflation nicht zu einer Änderung der Geldpolitik führen werde. Hinsichtlich der Fiskalpolitik wurde Bidens 1,9 Bio. USD Corona-Rettungspaket vom Senat verabschiedet. Demnächst dürfte Biden Details zu einem Infrastrukturpaket in Höhe von 2 Bio. Dollar vorstellen. Zudem signalisierte er das Atomabkommen mit dem Iran retten zu wollen.

Europa: Überraschend positive Wirtschaftsdaten; EZB steuert Zinsstrukturkurve

Der Ifo-Index markierte mit 96.6 Punkten den höchsten Stand seit Juni 2019 und bestätigte damit positive Unternehmensumfragen, die einen Anstieg der Industrie-produktion antizipierten. Die Impfprogramme in Europa verliefen schleppend und die EU drohte den Export von Impfstoff zu beschränken. Die EZB signalisierte die Absicht, das Zinsniveau zu steuern – die Anleihekäufe des PEPP-Programms sollen erhöht werden, um die Anleiherenditen niedrig zu halten. In Großbritannien ist das BIP im vierten Quartal 2020 trotz schwächerer Handelsdaten weniger stark gesunken als erwartet. Zudem wurde ein Fahrplan für die Wiedereröffnung des Landes vorgelegt. Der britische Kanzler plant, einen ausgeglichenen Haushalt durch höhere Unternehmenssteuern wiederherzustellen.

Welt: Verzerrte China Daten; BoJ bleibt expansiv; Türkei und Brasilien im Fokus

Verzerrungen durch die Neujahrs-Feiertage und die Basiseffekte des letzten Jahres erschweren die Interpretation der harten Daten aus China. Die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion stiegen um über 30% gegenüber dem Vorjahr. Hingegen spiegeln die asiatischen Handelsdaten Chinas übliche saisonale Abschwächung wider. Unter¬dessen verlief ein erstes Gespräch zwischen der Biden-Administration und chinesischen Diplomaten in unfreundlicher Atmosphäre. Die Bank of Japan (BoJ) weitete die Bandbreite zur Steuerung der Staatsanleiherenditen aus. In der Türkei entließ Präsident Erdogan seinen dritten Zentralbankgouverneur in zwei Jahren, woraufhin die Lira gegenüber dem Dollar um 15% abwertete. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro entließ mehrere Mitglieder seines Kabinetts, während das Land mit der Corona-Krise kämpft.

Wertentwicklung per 31.03.2021 (in lokaler Währung)

Quelle: Bloomberg, Rothschild & Co

Anleihen Rendite 1 Monat 1 Jahr
US 10 Jahre 1.74% -2.4% -5.9%
UK 10 Jahre 0.85% -0.1% -3.4%
Schweiz 10 Jahre -0.28% 0.5% -0.2%
Deutschland 10 Jahre -0.29% 0.4% -1.2%
IG Global (hedged $) 1.74% -1.0% 9.2%
HY Global (hedged $) 4.64% -0.3% 23.4%
Aktienindizes Kurs 1 Monat 1 Jahr
MSCI World ($) 343 2.7% 54.6%
S&P 500 3,973 4.4% 56.3%
MSCI UK 11,347 4.1% 20.0%
SMI 11,047 6.4% 22.6%
Eurostoxx 50 3,919 7.9% 44.4%
DAX 15,008 8.9% 51.1%
CAC 6,067 6.5% 41.0%
Hang Seng 28,378 -1.8% 24.3%
MSCI EM ($) 638 -1.5% 58.4%
Währungen (handelsgewichtet) 1 Monat 1 Jahr
US-Dollar 1.1% -6.6%
Euro -1.7% -1.0%
Japanischer Yen -3.0% -10.6%
Britisches Pfund 1.1% 4.2%
Schweizer Franken -1.7% -5.0%
Chinesischer Yuan 0.9% 4.1%
Rohstoffe Kurs 1 Monat 1 Jahr
Gold ($/Unze) 1,708 -1.5% 8.3%
Brent ($/Barrel) 64 -3.9% 179.4%
Kupfer ($/Tonne) 8,788 -3.8% 77.9%

Einkaufsmanagerindizes im Jahresverlauf

Quelle: Bloomberg, Rothschild & Co
Zeitraum: 31.03.2020 – 31.03.2021