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Wealth Management: Monatlicher Marktrückblick

August 2021

Investment Insights Team, Investment Strategist Team, Wealth Management

Rückblick: Neue Höchststände bei Aktien, Anleiherenditen steigen

Die weltweiten Aktienkurse stiegen im August um +2,5% (in USD). Weltweite Investment-Grade-Anleihen fielen leicht um 0,3% (in USD). Zu den wichtigsten Ereignissen gehörten:

• Aktienmärkte wurden von Q2 Gewinnen und expansiver Geldpolitik unterstützt.
• Steigende COVID-19-Fälle und chinesische Regulierungen belasteten temporär.
• Fed will Geldpolitik nicht straffen, bevor die Beschäftigungsziele nicht erreicht sind.

Die weltweiten Aktienmärkte erreichten im August neue Höchststände, angetrieben von US- und Technologiewerten. Die Aktienmärkte profitierten von einer unerwartet guten Q2 Berichtssaison und angehobenen Ausblicken. Hingegen drückten steigende Corona-Fälle und schwächere Frühindikatoren temporär auf die Stimmung. Der Ausverkauf in China setzte sich fort. Die Anleiherenditen stiegen leicht und schwankten mit höheren Inflationsraten, sinkenden Inflationserwartungen und Sorgen vor einer strafferen US-Geldpolitik. Der Goldpreis brach ein und erholte sich dann wieder, während Brent-Rohöl um 4,4% fiel.

USA: Rekordgewinne in Q2, schwächere Makrodaten, Fed bleibt expansiv

Die US-Unternehmensgewinne dürften im zweiten Quartal um mehr als 9% gegenüber dem Vorquartal gestiegen sein und ein Rekordniveau erreicht, und auch die S&P-Schätzungen für 2021 liegen über dem Niveau vor der Pandemie. Mehrere Indikatoren deuten jedoch auf eine Abschwächung des Wachstums hin, da der Anstieg der COVID-19-Infektionen und die hohe Inflationsrate (5,4% ggü. Vorjahr im Juli) auf die Verbraucherstimmung drückten. Die Einzelhandelsumsätze gingen im Juli im Monatsvergleich um 1,1% zurück. Die Einkaufsmanagerindizes verschlechterten sich im August, blieben aber deutlich im expansiven Bereich (Verarbeitendes Gewerbe 61,1 von 63,4; Dienstleistungssektor 55,2 von 59,9; Gesamtindex 55,4 von 59,9). Unterdessen setzte sich die Erholung des US-Arbeitsmarktes mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote auf 5,4 % fort. In Jackson Hole warnte der Fed-Vorsitzende Powell vor den Risiken einer verfrühten Straffung der Geldpolitik und wies darauf hin, dass das Beschäftigungsziel der Fed noch nicht erreicht ist. Die Verhandlungen im Repräsentantenhaus über einen Haushaltsrahmen von 3,5 Bio. USD und ein vom Senat verabschiedetes Infrastrukturgesetz von 1 Bio. USD gehen weiter.

Europa: Rückläufige Frühindikatoren, steigende Inflation, EZB bleibt expansiv

Trotz des Anstiegs der COVID-19-Infektionen in vielen Ländern setzt sich die Konjunkturerholung fort. Die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone gingen im August leicht zurück, blieben aber auf hohem Niveau (Verarbeitende Gewerbe 61,4 von 62,8; Dienstleistungssektor 59,7 von 59,8; Gesamtindex 59,5 von 60,2). Die Indikatoren für das Verbraucher- und Industrievertrauen entwickelten sich vergleichbar. Die Inflationsrate in der Eurozone stieg im Juli auf 2,3% gegenüber dem Vorjahr, wobei die vorläufige deutsche Inflationsrate für August bereits auf 3,9% anstieg. Die EZB bleibt mit ihrer Geldpolitik unterstützend, da sie besorgt ist, dass der Aufschwung noch anfällig ist. Dennoch wird die EZB in diesem Herbst ihr Anleihekaufprogramm PEPP überprüfen, das bis März 2022 läuft.

Welt: Steigende COVID-Fälle, schwächeres Wachstum, Ausverkauf in China

Australien und Neuseeland verlängerten ihre Lockdowns. Die australischen Einzelhandelsumsätze im Juli deuten auf einen BIP-Rückgang in Q3 hin. In Japan signalisierten die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie ein Wachstum, aber für den Dienstleistungssektor eine Schrumpfung. Die chinesischen Aktien erlebten einen Ausverkauf, bevor Ende des Monats eine Erholung einsetzte. Die Anleger waren verunsichert durch das harte Vorgehen der Regierung gegen den Tech-, E-Commerce- und Bildungssektor, mögliche Beschränkungen für US-Börsennotierungen und -gänge, Gerüchte über eine Vermögensumverteilung sowie das langsamere Wachstum der Einzelhandelsumsätze und Industrie.

Wertentwicklung per 31.08.2021 (in lokaler Währung)

Anleihen Rendite 1 Monat seit 1.1.
USA 10 Jahre 1,31% -0,4% -1,8%
UK 10 Jahre 0,71% -0,4% -3,0%
Schweiz 10 Jahre -0,32% -0,4% -1,0%
Deutschland 10 Jahre -0,39% -0,6% -1,0%
IG global (hedged $) 1,51% -0,3% 0,1%
HY global (hedged $) 4,34% 0,8% 3,6%

 

 

Aktien Index Kurs 1 Monat seit 1.1.
MSCI World ($) 380 2,5% 15,9%
S&P 500 4.523 3,0% 21,6%
MSCI UK 12.266 1,9% 13,7%
SMI 12.411 2,4% 19,1%
Eurostoxx 50 4.196 2,6% 20,6%
DAX 15.835 1,9% 15,4%
CAC 6.680 1,0% 22,7%
Hang Seng 25.879 -0,1% -2,9%
MSCI EM ($) 642 2,6% 2,8%

 

Währungen (handelsgewichtet) 1 Monat Seit 1.1.
US Dollar 0,5% 3,9%
Euro -0,2% -2,3%
Japanischer Yen -0,5% -6,9%
Britisches Pfund -0,7% 3,5%
Schweizer Franken -0,9% -2,9%
Chinesiescher Yuan -0,5% 1,3%

 

Rohstoffe Kurs 1 Monat seit 1.1.
Gold ($/Unze) 1.814 0,0% -4,5%
Brent ($/Barrel) 72,99 -4,4% 40,9%
Kupfer ($/Tonne) 9.528 -1,8% 23,0%

Quelle: Bloomberg, Rothschild & Co

Quelle: Bloomberg, Rothschild & Co, 08/2020 – 08/2021

Quelle: Bloomberg, Rothschild & Co, 08/2020 – 08/2021

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