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Wealth Management: Marktausblick

Vollgas geben

Kevin Gardiner und Victor Balfour, Global Investment Strategists

Vorwort

Nach wie vor können Volkswirtschaften wachsen, wenn wir ihnen die Möglichkeit dazu geben.

Weltweit bewegt sich die Wirtschaftsleistung wahrscheinlich wieder auf dem Niveau wie vor der Krise und steigt mit schnellen Schritten – vielleicht mit genügend Dynamik, um die Verluste einiger Sektoren aus dem Jahr 2020 im Jahr 2022 wettzumachen.
Die Beschäftigung hat noch nicht wieder zum Ausgangspunkt zurückgefunden. Doch weil die Beschäftigung hinterher hinkt, ist die Produktivität – also der Output pro Kopf – sprunghaft gestiegen, angeführt von den USA.

Dieser Anstieg zeigt, dass die Angebotsseite der Weltwirtschaft elastischer ist als befürchtet. Es bestehen einige deutlich sichtbare Engpässe und Knackpunkte (z. B. bei Halbleitern – dazu weiter hinten mehr), aber sie – ebenso wie die Verbraucherpreisindizes für April/Mai – stellen die Kapazitätsengpässe insgesamt überspitzt dar.

Entsprechend gibt die wieder anziehende Nachfrage den Ton an. Angesichts der heutigen politischen Rahmenbedingungen scheint dies auch so zu bleiben.
Zentralbanken und Finanzministerien sind verständlicherweise besorgt, dass die COVID-bedingten Schliessungen bleibende wirtschaftliche Schäden hinterlassen haben und dass eine weitere Ankurbelung der Ausgaben die beste Therapie darstellt. Doch ihre Prognosen sind vielleicht immer noch zu pessimistisch, und infolge der aufholenden Beschäftigung wird sich der Produktivitätsanstieg abschwächen. Lokal begrenzte Engpässe und die Konsumpreisindizes für April/Mai sind wahrscheinlich eine Generalprobe für das Hauptinflationsergebnis, das uns später bevorsteht.

Vor allem die Geldpolitik gibt immer noch Vollgas. Anleger sollten deswegen darauf gefasst sein, dass auf Seiten der Zentralbanken eine Drosselung der Wertpapierankäufe und eine Anhebung der Leitzinsen schneller erfolgen, als gesagt worden ist. Zentralbanken haben überwiegend Anleihen angekauft. Anleihenkurse sind auch am direktesten und spiegelbildlich an erwartete Zinssätze gekoppelt.
Aktien werden ebenfalls verwundbar sein. Aber die Prognosen für die Unternehmensgewinne sind wahrscheinlich immer noch zu niedrig (ungeachtet des weiter hinten erörterten Steuerabkommens der G7). Beim heutigen Stand der Realrenditen sind Anleihen strategischer wenig attraktiv. Die Bedrohung für die Aktienmärkte, wenn sie denn eintritt, ist da vielleicht eher taktischer Natur.

Der Marktausblick ist in diesem Monat eine weitgehend krypto-freie Zone.

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