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Wealth Management: Marktausblick - Zeit für Veränderungen?

Kevin Gardiner, Global Investment Strategist, Wealth Management

In den westlichen Ländern wächst die Wirtschaft seit Mai wieder. Der dramatischste Wirtschaftseinbruch der jüngeren Vergangenheit blieb auf einen Zeitraum von etwa sechs Wochen ab Mitte März beschränkt. Doch einige Prognosen gestalten sich weitaus düsterer.

Auch wir haben bereits Prognosen gewagt. Deshalb ist uns bewusst (so hoffen wir), dass Aussagen über die Zukunft stets zurückhaltend, fundiert und kontextabhängig sein sollten. An den Anlagemärkten ist die Richtung einer Veränderung häufig wichtiger als ihre Grösse (ausgedrückt in Dezimal- oder sogar Prozentzahlen) und Erwartungen spielen ebenso wie das politische Klima eine entscheidende Rolle.

Die Erholung hat noch einen langen Weg vor sich. Das chinesische BIP sowie der Einzelhandelsumsatz in den USA, Grossbritannien und Deutschland haben zwar wieder ihr Vorkrisenniveau erreicht, der Grossteil der Weltwirtschaft allerdings nicht. Die Infektionsraten in den USA und in den meisten Schwellenländern sind weiter besorgniserregend hoch. Einige wichtige Unterstützungsmassnahmen – wie das Arbeitslosengeld in den USA und die Kurzarbeitsprogramme in Europa – werden womöglich bald zurückgefahren.

Dennoch sind wir davon überzeugt, dass der langen Liste der Superlative, mit denen dieser Wirtschaftseinbruch beschrieben wird, noch ein weiterer hinzugefügt werden kann: Er könnte sich auch als der kürzeste erweisen. Für Portfolios bedeutet dies, dass langfristige, über der Inflation liegende Renditen noch immer am ehesten mit Vermögenswerten erzielt werden können, die von Wirtschaftswachstum profitieren. Gold und Silber zählen unseres Erachtens trotz ihrer jüngsten Gewinne nicht dazu.

Vor dem Hintergrund dieser – wenn auch noch unvollständigen – Erholung fragen wir uns ausserdem, ob der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um auf andere Anlagen umzuschwenken. Stehen die Sterne günstig für eine Wende? Wird die langjährige Outperformance von US-Aktien und des US-Dollars ein Ende nehmen? Dass die Aktienmärkte die Erholung vorweggenommen haben, hat uns nicht überrascht. Doch kann es sein, dass einige Sektoren und Regionen nun zu weit «über das Tal hinweg» geschaut haben? Sind Wachstumstitel und die chinesischen Marktindizes Blasen, die zwangsläufig platzen werden?

Vollständigen Marktausblick herunterladen (PDF 2.37 MB)

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