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Rothschild Private Wealth: Marktausblick – Beben im Wirtschaftsgefüge | Ein logischer Exkurs (German)

11/07/2018

Kevin Gardiner, Global Investment Strategist, Rothschild Wealth Management

Ein ausgewachsener Handelskrieg entwickelt sich möglicherweise zur grössten Bedrohung für den aktuellen Konjunkturzyklus. Die Schwellenländer hatten bisher am meisten darunter zu leiden. Diese Gruppe umfasst einige der Zulieferer, die von den USA am schärfsten aufs Korn genommen wurden, und ist darüber hinaus anfällig für einen stärkeren US-Dollar und steigende Zinsen in den USA.

Die Taktik der US-Regierung und ihre Präsentation sind nicht gerade beruhigend. Der Unmut der USA wurde jedoch durch konstant irrige Diagnosen über "Sparschwemmen“ und Merkantilismus in Europa und Asien geschürt. Dennoch erscheint es etwas voreilig, Portfolios bereits auf den schlimmsten Fall auszurichten.

Insgesamt sind die Handels- und sonstigen geopolitischen Spannungen (einschliesslich der Unsicherheit in Bezug auf die neue italienische Regierung - die bereits einen Monat alt ist) unseres Erachtens durchaus zu bewältigen. Unterdessen gibt es relativ wenige Anzeichen für makroökonomische Exzesse - jedenfalls bisher.

Wir machen uns weniger Sorgen über einen Wachstumsrückgang - oder die angeblich näher rückende Singularität der künstlichen Intelligenz - als über die Selbstzufriedenheit der Zentralbanken und ein letztendliches Wiederaufleben der Inflation. Unterdessen raten wir den Anlegern weiter, eine gewisse Portfolioabsicherung zu halten, von einer dramatischen defensiven Restrukturierung aber abzusehen.

Der nächste Marktausblick wird im September veröffentlicht.

Vollständigen Marktausblick herunterladen (PDF 1.1 MB)

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