Skip to main content
Kontakt

Global Advisory

Expertenberatung zu M&A und Kapitalmärkten (nur auf Englisch)

Wealth Management

Eine langfristige Perspektive, die Privatkunden dabei unterstützt, ihr Vermögen zu erhalten und auszubauen

Asset Management

Globale Anlagelösungen und Dienstleistungen für institutionelle Kunden, Finanzintermediäre und Berater entsprechen (Nur auf Englisch)

Five Arrows

Unser Geschäftsbereich für alternative Anlagen, spezialisiert auf Private Equity und Private Debt (Nur auf Englisch)

Über uns

Seit mehr als 200 Jahren im Zentrum der weltweiten Finanzmärkte (nur auf Englisch)

Karriere

Wir stehen für Chancen, unternehmerisches Denken und Wachstum (nur auf Englisch)

Region & Sprache

Region ändern Sprache auswählen

August: Märkte im Spannungsfeld von Risiko und Resilienz

Veröffentlichungsdatum

MMS_08_web.jpg

 
Geopolitische Risiken bleiben präsent

Die erneute Eskalation im Nahen Osten bestimmte im Berichtsmonat die Schlagzeilen und rückte geopolitische Risiken erneut in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. In einem Umfeld, das bereits von zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt ist, reagieren die Kapitalmärkte auf solche Entwicklungen naturgemäß sensibel. Befürchtungen möglicher Auswirkungen auf Energieversorgung, Lieferketten und den Welthandel sorgten zwischenzeitlich für erhöhte Nervosität. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass die Märkte geopolitische Ereignisse zunehmend differenziert bewerten und stärker auf deren tatsächliche wirtschaftliche Konsequenzen als auf die unmittelbare Nachrichtenlage fokussieren. Die Entwicklung unterstreicht dennoch, dass geopolitische Risiken ein wesentlicher Einflussfaktor bleiben und jederzeit zu kurzfristigen Marktbewegungen führen können.

 

Wirtschaftliche Auswirkungen bleiben bislang begrenzt

Trotz der verschärften Lage sind die wirtschaftlichen Auswirkungen bislang überschaubar geblieben. Weder die globale Konjunktur noch die Unternehmensgewinne wurden bisher spürbar belastet. Auch an den Rohstoff- und Energiemärkten kam es zwar zu temporären Reaktionen, eine nachhaltige Störung wichtiger Versorgungswege oder eine grundlegende Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist derzeit jedoch nicht erkennbar. Die Widerstandsfähigkeit vieler Unternehmen, die aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre hervorgegangen ist, trägt ebenso zur Stabilität bei wie die weiterhin solide Nachfrage in wichtigen Volkswirtschaften. Insgesamt ergibt sich aktuell kein Bild einer konjunkturellen Trendwende, sondern vielmehr eines Umfelds, in dem geopolitische Risiken aufmerksam beobachtet werden, ohne bislang die wirtschaftliche Entwicklung entscheidend zu verändern.

 

Märkte bewegen sich weitgehend seitwärts

Vor diesem Hintergrund bewegten sich die meisten Aktien- und Anleihemärkte im Berichtsmonat ohne klare Richtung. Die Marktteilnehmer fanden sich in einem Spannungsfeld aus geopolitischer Unsicherheit auf der einen und einer weiterhin robusten Konjunktur auf der anderen Seite wieder. Positive Unternehmensnachrichten und stabile makroökonomische Daten wirkten unterstützend, während geopolitische Risiken kurzfristig immer wieder für Zurückhaltung sorgten. Das Ergebnis war eine weitgehend seitwärts gerichtete Entwicklung vieler Märkte.

Die robuste Verfassung der Wirtschaft bleibt dabei ein wichtiger stabilisierender Faktor. Solide Arbeitsmärkte, widerstandsfähiger Konsum und insgesamt stabile Unternehmensgewinne sprechen weiterhin gegen ein deutlich schwächeres Wachstumsszenario. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Marktentwicklung, dass Anleger Risiken sorgfältig abwägen und eine ausgewogene Positionierung bevorzugen. Solange die wirtschaftlichen Folgen der geopolitischen Spannungen begrenzt bleiben und die Konjunktur ihre Widerstandskraft behält, dürfte dieses Nebeneinander von Vorsicht und Zuversicht das Marktumfeld weiterhin prägen. In einem solchen Umfeld gewinnen Disziplin, Qualitätsfokus und Diversifikation unverändert an Bedeutung, um Chancen zu nutzen und gleichzeitig die Auswirkungen möglicher geopolitischer Belastungsfaktoren zu begrenzen.

 

01.PNG

 
Portfoliokommentar

Obwohl die Aktienmärkte im Juli auf den ersten Blick weitgehend seitwärts tendierten, vollzog sich unter der Oberfläche ein bemerkenswerter Wandel gegenüber den Vormonaten. Der erneut aufgeflammte Konflikt zwischen den USA und dem Iran verlieh zwar insbesondere Energiewerten Rückenwind. Darüber hinaus rückten jedoch vor allem jene Sektoren stärker in den Fokus der Anleger, die zu Jahresbeginn noch weniger Beachtung gefunden hatten. So stieg das Interesse an Aktien aus den Bereichen Konsum und Finanzwerten, wovon auch die Aktienportfolios unserer Kunden profitierten. Innerhalb des IT-Sektors verloren hingegen insbesondere Halbleiterwerte zuletzt an Attraktivität, während klassische Technologieunternehmen mit Schwerpunkten in den Bereichen Software und Cloud eine bessere Entwicklung verzeichneten. Auch von dieser Verschiebung innerhalb des Sektors profitierte unsere Aktienstrategie, die auf Monatssicht eine deutliche Outperformance gegenüber dem Markt erzielen konnte. Für die Rentenmärkte gestaltete sich der Juli hingegen vergleichsweise herausfordernd. Das Wiederaufflammen des Konflikts im Nahen Osten führte zu einem spürbaren Anstieg der Ölpreise und ließ damit auch die Sorgen vor einer höheren Inflation erneut aufleben. Infolgedessen zogen die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen deutlich an, was insbesondere bei länger laufenden Anleihen zu Kursverlusten führte. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich auch unser Anleiheportfolio negativ und bewegte sich weitgehend im Einklang mit den entsprechenden Marktsegmenten.

 

02.PNG

03.PNG

 
Kapitalmarktausblick und Positionierung

Die maßgeblichen Einflussfaktoren für die Kapitalmärkte bleiben die Entwicklung der Inflation, die Geldpolitik der Notenbanken sowie die Unternehmensgewinne. Da derzeit nicht absehbar ist, wann der Konflikt zwischen dem Iran und den USA nachhaltig gelöst sein wird, dürfte auch in den kommenden Monaten mit Belastungen durch höhere Energiepreise und entsprechenden Inflationsimpulsen zu rechnen sein. Während die Europäische Zentralbank weiterhin konsequent auf Preisstabilität ausgerichtet ist, bleibt der geldpolitische Kurs der US-Notenbank weniger eindeutig. Gleichzeitig zeigt sich die US-Wirtschaft unverändert robust. Die starke konjunkturelle Entwicklung stützt die Unternehmensgewinne und bildet weiterhin ein solides Fundament für den amerikanischen Aktienmarkt. Die jüngste Korrektur bei KI-Infrastrukturwerten, insbesondere im Halbleitersektor, werten wir als gesunde Konsolidierung nach der sehr starken Kursentwicklung seit Jahresbeginn. Die grundlegenden Wachstumstreiber bleiben intakt: Die Nachfrage nach leistungsfähigen Chips und Rechenzentrumskapazitäten ist unverändert hoch und dürfte den Technologiesektor weiter unterstützen. Insgesamt sprechen die Rahmenbedingungen aus unserer Sicht weiterhin für Aktienanlagen, insbesondere in den Sektoren Finanzen, Technologie und Industrie. Trotz des schwierigen Marktumfelds halten wir bei Anleihen an einer leicht verlängerten Laufzeitenstruktur fest, vor allem bei Emittenten hoher Bonität. Das aktuelle Renditeniveau erscheint attraktiv und bietet aus unserer Sicht eine angemessene Kompensation für die bestehenden Risiken. Zwar sorgen steigende Ölpreise kurzfristig für höheren Inflationsdruck. Anders als in den USA wird die Inflation in Europa jedoch nicht von einer besonders starken Binnenkonjunktur getragen. Höhere Energiekosten dürften daher eher nachfragedämpfend wirken und die Preisentwicklung mittelfristig wieder stabilisieren.

 

Fazit

Die laufende Berichtssaison in den USA bestätigt die hohe Ertragskraft der Unternehmen und stützt damit das aktuelle Bewertungsniveau der Aktienmärkte. Dies bekräftigt unsere positive Einschätzung von Aktienanlagen. Europäische Aktien bieten aufgrund ihrer attraktiveren Bewertungen weiterhin Aufholpotenzial, insbesondere bei einer Entspannung im Nahen Osten und daraus resultierenden sinkenden Ölpreisen.

Wertentwicklung in EUR (Stand 31.07.2026)
Aktien (MSCI-Indizes)
Juli %
YTD %
Global -0,1 12,5
Europa, ex UK 0,0 11,9
USA -0,7 12,1
Schweiz -0,3 10,0
Japan 0,4 19,4
Schwellenländer Asien -4,8 25,4
Schwellenländer ohne Asien 1,9 10,6
Anleihen
Rendite
Juli %
YTD %
DE 10 Jahre 3,21 -2,0 -0,7
US 10 Jahre 4,74 -2,2 0,3
CH 10 Jahre 0,41 -1,2 -0,4
EU 10 Jahre 3,52 -1,8 -0,1

 

Währungen 
Kurs
Juli %
YTD %
EURUSD 1,15 0,9 -1,9
EURGBP 0,86 -0,7 -1,9
EURCHF 0,93 0,8 0,0

 

Rohstoffe 
Kurs
Juli %
YTD %
Gold (€/Unze) 3510 0,1 -4,5
Brent-Öl (€/Barrel) 90 23,6 48,1
Erdgas (€) 59 36,5 112,9

Quelle: Bloomberg, Rothschild & Co.

Bei dieser Information handelt es sich um eine Marketingmitteilung. Bei diesem Dokument und bei Referenzen zu Emittenten, Finanzinstrumenten oder Finanzprodukten handelt es sich nicht um eine Anlagestrategieempfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder um eine Anlageempfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 jeweils in Verbindung mit § 85 Absatz 1 WpHG. Als Marketingmitteilung genügt diese Information nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen.

Diese Information soll Ihnen Gelegenheit geben, sich selbst ein Bild über eine Anlagemöglichkeit zu machen. Diese Information stellt keine rechtliche, steuerliche oder individuelle finanzielle Beratung dar und ersetzt auch keine rechtliche, steuerliche oder individuelle finanzielle Beratung. Ihre Anlageziele sowie Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse wurden ebenfalls nicht berücksichtigt. Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebene Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur in bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsangehörige der USA oder dort wohnhafte Personen weitergegeben werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft.

Wichtiger Hinweis: Aufgrund positiver Performance in der Vergangenheit kann nicht auf zukünftige Erträge geschlossen werden. Soweit in diesem Dokument zukunftsgerichtete Erklärungen enthalten sind, stellen diese die Beurteilung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Marketingmitteilung dar. Zukunftsgerichtete Erklärungen beinhalten wesentliche Elemente subjektiver Beurteilungen und Analysen sowie deren Veränderungen und/oder die Berücksichtigung verschiedener, zusätzlicher Faktoren, die eine materielle Auswirkung auf die genannten Ergebnisse haben könnten. Etwaige Prognosen basieren auf Annahmen, Schätzungen, Ansichten und hypothetischen Modellen oder Analysen, welche sich als falsch herausstellen können.

Lesen Sie mehr

Rothschild&Co
Einblicke

Von Theran bis Tokio

Auch im zweiten Quartal 2026 zeigten sich die globalen Aktienmärkte äußerst robust. Während der Börsengang von SpaceX erfolgreich verlief und Korea sowie Japan die besten Kursentwicklungen verzeichneten. Im Interview mit unseren Portfoliomanager Christian Schwab und Mark Waldmann erfahren Sie mehr über die Einführung unserer erfolgreichen Anlagestrategie „Mosaique“ in Deutschland.
  • Hanno Roth & Dirk Wehmhöner
Rothschild & Co
Einblicke

Vermögenserhalt in einer Zeit der Unsicherheit

Auf Spanisch sagen wir «La familia es la brújula que nos guía» - die Familie ist der Kompass, der uns führt. Doch selbst der beste Kompass kann Abweichungen nicht vermeiden, wenn sich Familienmitglieder untereinander nicht einigen können, in welche Richtung es gehen soll.
  • Dr. Carlos Mejia
Smudo rapper drinking a tea cup
Einblicke

Ein Beat, von dem auch Unternehmen lernen können

Im Gespräch spricht Smudo von den Fantastischen Vier über Kreativität, KI als Werkzeug, Teamentscheidungen und warum echte Innovation aus Bauchgefühl, Offenheit und menschlicher Kommunikation entsteht.
  • Sandra Chattopadhyay